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Ein Stern begleitet uns durch den Advent


Am 8.12.2015 fanden sich viele Schüler und Schülerinnen und einige Lehrer und Lehrerinnen in nebliger Dunkelheit bereits um 6.45 Uhr im Ambergerschulhaus ein.
„Mitten in der Nacht ist ein Stern erwacht“ klang es in der Aula durch Schüler und Lehrer freudig gesungen und unterstützt durch den Klang der Musikinstrumente.

Zur Erzählung des "Sterntalermärchens" durften die Kinder jeweils Teelichter zum Leuchten und ein wenig Licht in die Welt bringen.

                   

Nach diesem adventlichen Erlebnis fanden sich alle in der Schulküche zum gemeinsamen Frühstück ein.

     

Und hier ist das Sterntaler-Märchen nochmal zum Anhören

oder zum Nachlesen:

Die Sterntaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte darin zu wohnen und kein Bettchen mehr darin zu schlafen und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.

Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach „ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte „Gott segne dirs“ und ging weiter.

Da kam ein Kind das jammerte und sprach „es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm.

Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins: und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin.

Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte „es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand du kannst wohl dein Hemd weg geben,“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter harte blanke Taler: und obwohl es sein Hemdlein weg gegeben, so hatte es ein neues an und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Sternthaler_%281857%29
Rechtschreibung leicht angeglichen

Fotos © 2015 Dieter Härtl