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Woher kommt der Name unserer Schule ?


Unsere Schule befindet sich in der Ambergerstraße 25. „Amberger Straße“ würde getrennt geschrieben, wenn der Name von der Stadt „Amberg“ (Oberpfalz) käme. „Zweibrückener Straße“, „Aalener Straße“ etc. sind Beispiele dafür.

Da „Ambergerstraße“ aber ein Wort ist, muss es von einem Eigennamen, also einer Person, abgeleitet sein (so schreibt es die deutsche Rechtschreibung vor). Beispiel: „Dorotheenstraße“ nach der sagenumwobenen „Schweinauer Durl“ aus dem Lied: „Tanz mit der Durl, walz mit der Durl bis nach Schweinau…“

Unsere Straße und damit die Schule wurde nach

Georg Paul Amberger

Georg Paul Amberger (1789 – 1844)

Foto überlassen mit freundlicher Genehmigung vom Stadtarchiv Nürnberg

STAN Fa.039_2007/A7_I.A34


benannt. Sein Vater besaß einen kleinen Laden (er war Spezereihändler). Im Jahre 1813 heiratete Paul Georg in der Jakobskirche die Brauereitochter Clara Leykam. Amberger wurde durch Geschick und großen Fleiß einer der angesehensten Großkaufleute Nürnbergs. Er war auch Mitglied des Nürnberger Stadtrates.

All dies wäre noch kein Grund gewesen, nach ihm eine Straße zu benennen. Amberger hatte ein besonderes Hobby: Er war sehr interessiert an der Vergangenheit und Gegenwart seiner Heimatstadt. So sammelte er alte Handschriften, Bilder und Bücher aus der Geschichte Nürnbergs. Da er wohlhabend war, konnte er sich das leisten. Nach seinem Tode übergab er diese riesige Privatsammlung dem Stadtarchiv. Seine besondere Leistung bestand aber auch darin, dass er zwischen 1801 und 1844 eine Chronik der Stadt Nürnberg schrieb (d.h. er berichtete genau über alle wichtigen Ereignisse dieser Zeit).

So schrieb er z.B. über einen Besuch König Ludwigs I. von Bayern im Jahre 1836. Der König fuhr hier zum ersten Mal in seinem Leben mit der Eisenbahn (zur Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen Nürnberg und Fürth im Jahr davor war der König nicht gekommen). Er berichtet, dass die Fahrt von Nürnberg nach Fürth (mit 11 Personenwagen) 12 Minuten dauerte. Der König war von dieser Fahrt so begeistert, dass er noch eine „Schnellfahrt“ haben wollte. Also wurde die Fahrt wiederholt, aber diesmal nur mit drei Wagen. Nun dauerte sie nur 6 Minuten. Amberger: „Wer den Flug der Wagen von der Chaussee aus betrachtete, konnte die große Wirkung der Dampfmaschine nicht genug beschreiben.“

Im Jahr seines Todes 1844 überließ Amberger sein Werk dem Stadtarchiv zu treuen Händen mit der Auflage, es in seinem Sinn gewissenhaft weiter zu führen.

In diesem Sinn kann uns der Namenspatron unserer Schule, der von der Liebe zu seiner Heimatstadt erfüllt war, zum Vorbild dienen.


Text erstellt von Herrn Rektor Werner Bartel